Gefühle sind hier, um gefühlt zu weden

Gefühle sind hier, um gefühlt zu werden. Eine Geschichte dazu:

Ich komme gerade vom Somatic Dance. Die letzten Wochen waren für mich innerlich ein auf und ab, in mir wandelt sich vieles. Und da gehören auch Emotionen dazu, das ganze Spektrum. Einige davon konnte ich nicht richtig zulassen. Etwas in mir hat sich davor verschlossen.
Es ist zu anstrengend. Es macht Angst. Es könnte weh tun.

Kennst du das?

Vielleicht bist du schon Profi im Emotionen zulassen und durchfliessen lassen. Vielleicht aber, weisst du noch gar nicht richtig, wie das gehen soll oder du spürst einfach nur, dass da etwas ist, aber hast kein Gefühl dazu, du weisst nicht richtig, was du genau fühlst.

Egal wie dein Zugang zu deinen Emotionen ist: Wir alle möchten ab und zu gewisse Emotionen lieber nicht fühlen, weil es zu anstrengend ist, weh tut, oder Angst macht. Das ist menschlich.

Bevor ich heute Abend ins Somatic Dance ging, spürte ich bereits: oh oh, das wird intensiv und mein Schmerz wird hochgeholt. Ein Teil von mir wollte nicht gehen, obwohl ich mich angemeldet hatte. Er wollte mich davor schützen. Doch ich ging, denn ich wusste, es wird mir helfen, auch wenn es weh tun wird.
Und jetzt sitze ich da mit „ausgetränten“ Augen, viel leichter und klarer als zuvor, dankbar für diese Möglichkeit, meine Gefühle zu zulassen.

Manchmal brauchen wir jemand von Aussen, der uns dabei hält. Manchmal brauchen wir eine „Methode“, um den Zugang überhaupt zu aktivieren oder zulassen.
Wir können nicht alles alleine machen, dafür sind wir nicht geschaffen. Wir Menschen sind keine Eremiten, wir brauchen einander.

So verschieden, wie jeder Mensch ist, so verschieden können auch die „Methoden“ sein, die einem helfen, den Zugang zu Emotionen zu finden.

Vielleicht ist es Somatic Dance, vielleicht ist es eine Umarmung einer vertrauten Person, vielleicht ist es einfach die wahrhaftige Präsenz eines anderen Menschen, vielleicht ist es gemeinsames Singen, vielleicht eine Sitzung bei Therapeuten oder Heiler:innen, vielleicht sonst irgendetwas.

Was auch immer es sein mag, möchte ich dich ermutigen, diesen Schritt zu machen. Auch wenn es Angst macht, auch wenn es unangenehm ist. Trau dich, dir selbst ganz zu begegnen. In deinem Tempo. Immer wieder ein kleines Stückchen ausserhalb deiner Komfortzone.

Die Entscheidung wirst du nicht nur einmal treffen. Es werden noch viele weitere Phasen kommen, in denen du dich von neuem entscheiden darfst, ob du die Türe deiner Emotionskammer nochmals ein wenig öffnest.

Trau dich, den ersten Schritt zu machen. Gehe für dich. Das ist deine Befreiung.

Cedits:
Foto: Lukas Schall🫶🏽
Somatic Dance: Dankeschön an meine liebe @doraflowyoga für die heutige heilende Reise🫶🏽


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