Wie lasse ich meine Gefühle zu?

1. Ohne Erdung kein Halt

Wenn du dich im Leben nicht sicher fühlst, wenn du kein Halt in dir selbst erfährst, wenn du keine Wurzeln in dir spürst…. dann kannst du auch die volle Intensität deiner Gefühle nicht halten. Sie würde dich komplett umhauen. Dein System schützt dich hier automatisch – und das ist gut so.

Die Grundlage ist also Erdung, Verwurzelung, Urvertrauen in dir wieder herstellen.
Diese kann durch verschienste Lebensereignisse (insbesondere in den ersten Lebensjahren oder gar im Mutterleib) geschwächt worden sein. Durch Heilung der damit verbundenen Themen und durch aktive Umsetzung im Alltag, können wir sie wiederherstellen.

2. Erlaubnis

Wenn du in einer Situation bemerkst, dass gerade Gefühle in dir hochkommen und du den Impuls hast, diese weg zu schieben oder möglichst schnell wieder los zu haben (auch sie möglichst schnell transformieren wollen gehört dazu)…
…halte ein Moment inne, atme tief ein und aus – und dann gib dir (laut ausgesprochen oder innerlich) die Erlaubnis:

„Ich erlaube mir meine Gefühle zu fühlen.“

„Meine Gefühle sind wichtig und dürfen da sein.“

„Liebe Angst / Wut / Trauer, ich sehe dich und du bist willkommen. Danke, dass du hier bist.“

3. Fühlen

Analysiere deine Gefühle nicht. Versuche sie nicht, mit dem Verstand zu verstehen.
Fühle sie einfach mal erst.
Vielleicht fliessen Tränen. Vielleicht spürst du das Brodeln deiner Wut in deinem Bauch. Vielleicht fühlst du, wie deine Angst dein Brustkorb eng macht.
Lass es zu.

4. Körper

Nimm dein Körper mit in den Prozess.
Tanze zu einer Musik, die du gerade fühlst. Bewege dein Körper intuitiv und frei. Mit der Intention, deine Gefühle zu tanzen.
Singe zu einem Song, den du gerade fühlst. Ohne Anspruch, schön zu singen. Mit der Intention, deine Gefühle zu singen.
Wenn du spürst, dass du dabei mehr Halt brauchst, kannst du gerne auch eine Hand aufs Herz und eine auf den Bauch legen – um dich selbst zu halten.

5. Liebevoll

Sei liebevoll mit dir. Gibt dir und deinem System Zeit.

Du musst nicht alles aufs Mal fühlen. Du darfst in deinem ganz eigenem Tempo gehen.
Vielleicht klappt es deine eine Mal besser und das andere Mal wieder weniger gut. Das ist okay. Es ist kein Wettrennen. Du musst nichts leisten.
Siehe es immer wieder mit den entdeckerischen Augen eines Kindes. Was fühle ich heute? Wie fühle ich heute?
Oh, spannend – heute beobachte ich das und das und es fühlt sich so und so an.
Keine Wertung. Nur liebevolle Entdeckung deiner Selbst.

Ein Thema, worüber man noch ganz viel mehr schreiben könnte. Und gleichzeitig alles Lesen der Welt nichts bewirkt, wenn man nicht selbst aktiv wird und es auch anwendet ✨🌳

Übung macht auch hier den Meister – Schritt für Schritt🩷

In Liebe
Glenda Laila


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